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Ich bin stolz eine Bremer Lehrerin zu sein!

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IT-Infrastruktur (Illustration: Dr. Janina A. Bindernagel, CC-BY-SA / 2021)

Ich bin stolz eine Bremer Lehrerin zu sein!

…Dass ich diesen Satz noch einmal sagen würde, hätte ich vor ein paar Jahren nicht gedacht.

Bremen war meist das Schlusslicht aller Bildungsstudien. Als Bremer Lehrerin wurde man häufig belächelt. Ach, ihr Bremer…

Wir Bremer sind aber gerade viel besser als unser Ruf ist! Wir sind schulisch die Meister bei der Digitalisierung!

 

IT-Infrastruktur in Bremen

Bremen arbeitet schon lange an einem umfassenden Konzept zur Digitalisierung der Schulen. Es gibt eine sehr gute IT-Infrastruktur.

Bei Eintritt in das Bremer Bildungssystem erhält jede/r ein SuBITI-Passwort. Unter dem Akronym „SuBITI“ verbirgt sich ein Benutzermanagement-System. Bremens größte Stärke: „Ein Passwort für ALLES!“. Mit dem SuBITI-Passwort kann man sich registrieren, um:

  • Emails zu checken,
  • Lernplattform itslearning zu nutzen,
  • Online-Medien zu nutzen und
  • Fortbildungen zu buchen.

 

Lernplattform „itslearning“ als digitaler (Lern-)Raum für Bremen

Im ersten Lockdown hat die Stabsstelle für Digitalisierung (damals noch „Zentrum für Medien“ am Landesinstitut für Schule) schnell reagiert und Online-Fortbildungen angeboten. Durch diese Hilfsangebote in eigens eingerichteten Lehrerräumen auf unserer Lernplattform konnte ich mich schnell für die Lernplattform begeistern (obwohl es sie schon länger gab). Diese Lernplattform ist:

  • ein Kommunikationsraum zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen und unter Lehrer*innen im Kollegium und Bremen weit. Dies ermöglichten einen zeitnahen Austausch über die:
    • Mitteilungsfunktion
    • Chatfunktion
    • Feedbackfunktion
    • Online-Konferenz-Tools (wie Zoom und WebEx)

 

  • ein Arbeitsraum, wo Lernangebote mit Hilfe von folgende Dinge gestaltet werden können:
    • Unterrichtsmaterialien
    • Lernpfaden (eine Abfolge von Lernangeboten)
    • Standard-Programmen wie Office-Anwendungen
    • Online-Medien
    • Test-Tools
    • Foren
    • Einbindung weiterer (Online-) Tools (wie z.B. H5P oder flinga.fl)
    • und vieles mehr…

 

100.000 iPads für die Bildung!

Der Bremer Senat hat 2020 die umfassende Anschaffung von digitalen Endgeräten beschlossen. Ich habe dies zunächst für eine Fehlmeldung gehalten. Wenige Wochen nach dem Beschluss – direkt nach den Sommerferien – hatte ich ein Dienst-iPad in der Hand und ich konnte es immer noch nicht glauben! Wir Lehrer*innen hatten eine gewisse Einarbeitungszeit, bevor vor Weihnachten 2020 auch alle Schülerinnen und Schüler ebenfalls ein iPad hatten.  Bremen hat tatsächlich 100.000 iPads und Hüllen inklusive Tastatur zu Bildungszwecken gekauft.

Bremens Stärke ist es, dass wir ein kleines Bundesland sind. Bremen hat es geschafft, eine schnelle und einheitliche Lösung für digitale Endgeräte zu finden. Mit der schon existierenden IT-Infrastruktur hat uns das – in meinen Augen – an die Spitze der digitalen Bildung katapultiert.

Der große Vorteil ist, dass Lehrer*innen und Schüler*innen über die gleichen Geräte und Anwendungen verfügen. Gemeinsam mit den Schüler*innen erobern wir nun alle Funktionen und Möglichkeiten der Geräte. Jede/r kann jedem helfen bei technischen Hürden.

 

Luft nach oben ist immer!

Wir Lehrer*innen sind professionelle Nörgler*innen. Sicherlich gibt es Luft nach oben. Es gibt auch in Bremen Optimierungspotential:

  • Ausbau des W-LANs und Präsentationsmedien (wie z.B. Beamern etc.)
  • Fortbildungen für Lehrer*innen
  • Schulentwicklung bzgl. der Medienkonzepte an Schulen
  • Entwicklung eines zeitgemäßen Mediencurriculums
  • Schulassistenten für Support an den Schulen

 

Im Vergleich zu anderen Bundesländern geht es uns gut. Sollte es erneut zum Distanzlernen in der dunklen Jahreszeit kommen, fühle ich mich vorbereitet. Ich bin sogar davon überzeugt, dass mein Distanzunterricht mit meinem Präsenzunterricht mithalten kann und in mancherlei Bereichen ein wahrer Gewinn ist. Meine Fähigkeiten, mich in der digitalen Welt zu bewegen, sind im letzten Jahr förmlich explodiert. Nun ist meine Aufgabe, meine Schüler*innen und meine Kolleg*innen auf diese Reise mitzunehmen, indem ich:

  • selbst Lehrer-Fortbildungen gebe,
  • mich in der Lehrerausbildung engagiere,
  • mich mit Kolleg*Innen weltweit vernetze,
  • mit und von meinen Schüler*innen lerne und
  • offen bleibe für NEUES!

 

Ich bin stolz eine Bremer Lehrerin zu sein!

 


P.S.: der Artikel basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und auf der Basis zweier Podcasts-Interviewsvon Dr. Rainer Ballnus sowie Andreas Kasche und Thomas Kieckbuschbeim Edufunk.

über die Autorin

Dr. Janina A. Bindernagel

Lehrerin, Didaktikerin und Visualisierungsexpertin

ZIMT-Methode